2011 – Wie alles anfing …

Eigentlich wollten wir im Jahr 2011 nur etwas von unserem selbst gepflanzten Salat ernten und nicht alles an die Schnecken verlieren.

Wir hatten bis dahin versucht mit allen Mitteln den „Krieg“ gegen die Schnecken zu gewinnen. Insbesondere haben wir mit mehr als ausreichender Dosierung die Schnecken versucht mit Schneckenkorn zu füttern. Dies war leider nur von relativ geringem Erfolg gekrönt und wir haben uns auch Sorgen über die Toxizität der Mittel gemacht. Wir hatten am Ende den Eindruck, dass die Schnecken so langsam Gewöhnungseffekte bzw. sogar Entzugserscheinungen zeigten. Jedenfalls wollten wir das schneckenkornverseuchte Gemüse nachher selbst auch nicht mehr essen und haben die Schlacht erstmal verloren gegeben. Die Schnecken haben den Sieg gefeiert und am Ende sogar angefangen Rhabarber zu fressen.

Um das Ausmaß der Plage etwas deutlicher zu machen mag man sich vorstellen, dass in der Dämmerung und später wenn es dunkel wurde, der Rasen pro Quadratmeter mit etwa 10-15 Schnecken unterschiedlichster Größen belegt war. In den Beeten sah es noch schlimmer aus.

Wir waren schon fast soweit den Garten zu betonieren und grün anzustreichen. Es mußte also eine andere Lösung her. Nach etwas Recherche im Internet wurde dann beschlossen, wir versuchen es einmal mit Laufenten. Die Bericht im Internet hörten sich erstmal ganz gut an und die Voraussetzungen, dass Laufenten sich bei uns wohlfühlen, konnten wir schaffen.

Einen ersten Stall hatten wir ja schon für unsere Gänse gebaut. Ein zweiter, kleinerer Stall daneben hatte noch gut Platz. Gesagt, getan, der Stall war am nächsten Nachmittag fertig – die Enten konnten kommen.

 

Einen Tag später haben wir dann unsere beiden Laufenten abgeholt und eingestallt.

 

Die beiden kamen aus einem Rudel von bestimmt 150 Enten und haben sich bei uns so alleine anfangs nicht gleich wohlgefühlt. Jedenfalls sind sie im Laufe des Nachmittags verschwunden und ließen sich auch nicht wieder auffinden. Sie hatten sich aber wohl gemerkt, dass es bei uns gutes Futter gab. Jedenfalls standen Sie am nächsten Morgen um ca. 5:00 Uhr quackend am Zaun und begehrten EInlaß. Wir haben die Enten dann eingefangen und wieder zu uns aufs Grundstück verfrachtet.

Nachdem den Enten klar wurde, dass das neue Zuhause jedenfalls nicht viel schlechter war als das Vorherige, haben sie sich offensichtlich erstmal zum Bleiben entschieden – zumal der morgendliche Zugang zu Wasser und Körnerfutter den beiden offensichtlich ansonsten zu mühselig und aufregend war.

In den darauffolgenden Tagen haben die beiden dann auch noch festgestellt, dass es bei uns ausreichen beste, fette Schnecken gab und waren dann vollends überzeugt einen guten Tausch gemacht zu haben.

Uns haben die Enten auch vollends überzeugt, nach 3 Tagen waren für uns keine Schnecken mehr sichtbar. Nur die Enten haben immer noch weiter genügend gefunden. Nach ungefähr einer Woche haben wir im Gemüsebeet nirgendwo mehr weiteren Schneckenfraß entdecken können.

In Anbetracht der Situation vorher mit viel Chemie und wenig Erfolg empfanden wir die Laufenten als echtes Wunder.

So verging er Sommer und wir und die Enten haben uns auf den Winter vorbereitet. Da Laufenten sehr winterhart sind (-15° Celsius sind kein Problem), haben wir einfach etwas mehr Stroh in den Stall gepackt und angefangen zuzufüttern. Als Futter haben wir Weizen, Roggen und Hafer vom Landhandel in Säcken gekauft und selbst gemsicht. Das Futter wurde von den Enten sehr gut angenommen.

So ging das Jahr 2011 zu Ende und alle waren zufrieden.

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